Mehr als nur NASA: Luft- und Raumfahrt sowie Automotive in den USA
Die US-amerikanische Raumfahrtindustrie bietet große Marktpotenziale, getragen von führenden Unternehmen wie Lockheed Martin, Boeing und privaten Akteuren wie SpaceX und Blue Origin sowie umfangreicher staatlicher Unterstützung. Wichtige Wachstumsfelder sind weltraumgestützte Anwendungen, darunter Satellitenkommunikation, Navigation und Meteorologie, die in vielen Industrien zunehmend nachgefragt werden. Die Branche zeichnet sich durch hochqualifizierte Fachkräfte, gut entwickelte Vertriebsstrukturen und starke politische Förderung aus.
In den vergangenen zehn Jahren hat die zunehmende Kommerzialisierung der Branche die Innovationskraft beschleunigt und die Kosten für den Zugang zum Weltraum deutlich gesenkt. Gleichzeitig wurden internationale Kooperationen, insbesondere im Rahmen der Internationalen Raumstation (ISS), intensiviert. Mit Programmen wie Artemis, das die Rückkehr von Astronauten auf den Mond vorsieht, und verstärkter Marsforschung zeigt sich die US-Raumfahrtindustrie weiterhin dynamisch und innovationsgetrieben.
Der US-Automarkt hingegen steht 2025 trotz eines guten Jahresstarts vor einer spürbaren Abkühlung. Hauptgründe für das drohende Abbremsen des Marktes sind steigende Preise infolge neuer Importzölle sowie der Wegfall der staatlichen E-Auto-Förderung, der den Absatz elektrischer Modelle deutlich schwächt. Viele Hersteller richten sich wieder stärker auf Verbrenner aus, während der Ausbau neuer Produktionskapazitäten nur langsam vorankommt. Deutsche Autobauer spüren die Zölle besonders und erhöhen daher ihre US-Produktion, um sinkende Exporte auszugleichen.
Delegationsreise USA: Marktpotenziale für baden-württembergische Unternehmen
Mit einer rund 60-köpfigen Wirtschaftsdelegation reiste Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut vom 16. bis 21. November 2025 nach Washington D.C., Atlanta und Orlando. Die Reise wurde von BW_i passgenau für die Bedarfe der baden-württembergischen Wirtschaft konzipiert und durch Außenwirtschaftsfördermittel des Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg unterstützt. Inhaltliche Schwerpunkte waren die Themen Automobil und Luft- und Raumfahrt – und damit Branchen, die die südwestdeutsche Wirtschaft stark prägen.
„Für Baden-Württemberg als führenden deutschen Technologiestandort ist es von immenser Bedeutung, die Innovationskraft im Land weiter zu stärken sowie Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit auf internationaler Ebene voranzutreiben. Die transatlantische Kooperation mit den USA bleibt dabei ein entscheidender Schlüssel für unseren zukünftigen Erfolg und für die Sicherung hochwertiger Arbeitsplätze in beiden Volkswirtschaften. Wir wollen Baden-Württemberg als starken, innovativen und zukunftsorientierten Wirtschafts- und Technologiestandort und verlässlichen Kooperations- und Wertepartner der USA positionieren“, so Hoffmeister-Kraut.
Das vielfältige Fachprogramm der Reise umfasste Round Tables mit US-Verbänden, Unternehmensbesuche, Vernetzungsveranstaltungen sowie Austauschformate mit regionalen Partnern. Ein besonderer Fokus lag auf der Förderung von Kooperationen, der Markterschließung sowie Positionierung baden-württembergischer Unternehmen im US-Markt.